148. Mitgliederversammlung des Eigenheimerverbandes Deutschland
Klare Positionen zur Grunderwerb- und Erbschaftsteuer
Am 24. April 2026 kam die Mitgliederversammlung des Eigenheimerverbandes Deutschland e.V. zum 148. Mal unter Leitung von Präsident Wolfgang Kuhn zusammen – diesmal wieder als Zoom-Meeting. Im Mittelpunkt standen aktuelle wohnungspolitische Themen, neue Kooperationen und die Weichenstellung für kommende Aktivitäten.
Kuhn berichtete vom jüngsten parlamentarischen Frühstück in Berlin: Die politische Stimmung sei geprägt von geopolitischen Unsicherheiten und fehlender Reformdynamik. Neubauvorhaben stocken bundesweit – der Fokus rückt zunehmend auf Bestandsimmobilien. Eine bayerische Initiative zur Leerstandsaktivierung umfasst bislang lediglich rund 30 Wohneinheiten an drei Standorten – aus Verbandssicht deutlich zu wenig.
Breite Unterstützung findet das Positionspapier zur Grunderwerbsteuer, das gemeinsam mit anderen Branchenverbänden getragen wird: Ersterwerber sollen vollständig von der Steuer befreit werden. Zusätzlich ist eine Portabilitätsregelung vorgesehen, die bereits gezahlte Steuer beim nächsten Kauf anrechenbar macht. Bei der Erbschaftsteuer fordert der Verband eine faire Koalitionseinigung – der diskutierte SPD-Freibetrag von einer Million Euro benachteilige Eigentümer in Regionen mit hohen Immobilienwerten wie Bayern.
Neue Netzwerke, starke Partner
Der Verband setzt auf Kooperation: Die neue Partnerschaft mit dem Bauherrenschutzbund ergänzt das Leistungsportfolio sinnvoll – während der Bund Bauherren in der Bauphase begleitet, übernimmt der Eigenheimerverband Versicherungsschutz und Know-how im Anschluss. Vizepräsident Markus Eppenich berichtete zudem von einem produktiven Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann im Paul-Löbe-Haus – ein belastbarer politischer Kontakt, der bei Bedarf den Zugang zu Ministerien öffnen kann.
Ausblick
Das Präsidium wurde einstimmig entlastet. Im November 2026 stehen zwei Berliner Termine auf dem Programm: die Mitgliederversammlung am 4. November im Bausparhaus sowie ein parlamentarisches Frühstück am 5. November in der Baden-Württembergischen Landesvertretung.